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Rundfilter gefällig?

Rundfilter erfreuen sich aktuell wieder größter Beliebtheit. Sie stellen eine kompakte und leichte Alternative zu Steckfiltersystemen dar und passen buchstäblich in jede Hosentasche. Wer also mit leichtem Fotobesteck unterwegs sein möchte, sollte die Anschaffung von Rundfiltern ins Auge fassen. Ich selbst blicke zurück auf eine lange Zeit mit Schraubfiltern, die ich schon zu analogen Zeiten gerne eingesetzt habe. Damals trug ich vor allem UV- und Polfilter mit mir in der Fototasche. Etwas später kamen auch die wichtigsten Graufilter hinzu. Einige Jahre nach dem Umstieg auf ein Steckfiltersystem bin ich zur Überzeugung gelangt, dass rechteckige Filter alleine nicht glücklich machen, bzw. eben nicht alle Einsatzgebiete abdecken und ein Set Rundfilter in jede gut sortierte Ausrüstung gehört.

Für welche Filter lohnt sich die Anschaffung und von welchem Glas ist derzeit eher abzuraten? Die Auswahl ist groß und unübersichtlich. Immer wieder lese ich von Ratschlägen in Sozialen Medien, die schlecht begründet sind und ich einfach nicht nachvollziehen kann. Oft wird einfach gerne eine subjektive Anwendermeinung zum Besten gegeben oder Gehörtes ungefiltert weitererzählt.

Für diesen Blogbeitrag habe ich mir die Mühe gemacht, etwas Licht ins Dunkel dieses Segments des Filtermarktes zu bringen. Aus verständlichen Gründen habe ich mich bei der Auswahl meiner Testkandidaten auf jene fünf Hersteller am Markt beschränkt, die bei Kaufberatungen online am häufigsten genannt wurden und von denen man auch anderweitig immer wieder etwas liest. Von jedem dieser Anbieter habe ich jeweils die Standardstärken 0.9 8x, 1.8 64x und 3,0 1000x erworben. Alle Testprodukte stammen aus dem regulären Handel, also kein vom Hersteller selektiertes Material, um in Tests gut abzuschneiden.

Kandidat 1: B+W Schneider Kreuznach

Beim Hersteller der B+W Filter, der Schneider Gruppe, handelt es sich um eine deutsche Unternehmensgruppe, die seit vielen Jahren u.a. Hochleistungsobjektive und Filtersysteme für die Bereiche Industrie, Film und Foto herstellt. Die Schraubfilter von B+W Schneider Kreuznach stellen somit den hochkarätigen Klassiker unter den getesteten Kandidaten dar. Vor vielen Jahren hatte ich mich damit bereits an meine ersten Langzeitbelichtungen gewagt und noch heute haben die optischen Produkte aus Bad Kreuznach einen klangvollen Namen unter gestandenen Fotografen.

Die folgenden drei Graufilter von B+W Schneider Kreuznach nahmen an den Tests teil:

  • B+W 1089183 Graufilter ND8 77mm MRC Nano XS-Pro, vergütet Slim Premium
  • B+W 1089230 Graufilter ND64 MRC Nano XS-Pro, vergütet Slim Premium
  • B+W Graufilter ND1000 77mm E, F-Pro vergütet, Professionell

Kandidat 2: Haida Deutschland

Es gibt wohl nur wenige Fotobegeisterte, die noch nie von Haida gehört haben. Die optischen Filter des chinesischen Herstellers, mit vollem Namen Ningbo Haida Photo Supplies, sind unter Fotografen weitum bekannt und beliebt. Das Unternehmen wurde 2007 in Ningbo gegründet und der Name steht seitdem für Farbneutralität zu einem günstigen Anschaffungspreis, was gerade für preisbewusste junge Fotografen mit kleinem Budget interessant sein kann.     

Im Test dabei ist das Haida Slim Pro II Digital MC Neutral Graufilter Set inkl. Stack Cap Filtercontainer + Pro Lens Cap mit Innengriff enthaltend:

  • Haida Slim Pro II MC ND 0,9 8x
  • Haida Slim Pro II MC ND 1,8 64x
  • Haida Slim Pro II MC ND 3,0 1000x

Kandidat 3: Kase Filters Deutschland

Kase Filters ist der jüngste unter den Herstellern, gewissermaßen der Newcomer am hochqualitativen Filtermarkt. Die innovativen Produkte werden seit 2011 in China und u.a. auch mit deutscher Mitarbeit entwickelt und sind seit drei Jahren in Deutschland erhältlich. Kase ist Inhaber diverser innovativer Patente, wie etwa für das magnetische Haltesystem, welches in das hier getestete Rundfilter Set eingeflossen ist. Produktqualität und Innovation steht bei der Filterschmiede aus Guangdong ganz oben auf ihrer Agenda und nicht zuletzt deshalb haben sie für ihre Produkte bereits zahlreiche internationale Qualitätszertifikate erhalten.

Beim hier getesteten Produkt handelt es sich um das Kase ROUND Wolverine magnetisches Rundfilter ND Kit:

  • Kase Magnetic KW-CPL
  • Kase Magnetic KW-ND8
  • Kase Magnetic KW-ND64
  • Kase Magnetic KW-ND1000

Kandidat 4: NiSi Optics Deutschland

Filter von NiSi gehören zu den stark verbreiteten optischen Filtern am deutschen Markt. Seit 2005 werden diese neben weiterem optischem Zubehör im chinesischen Zhuhai entwickelt und hergestellt. Beziehen kann man NiSi Filter in Deutschland über Amazon bereits seit 2007 und seit einem Jahr zusätzlich noch über NiSi Optics Deutschland. Ich selbst habe auch schon mit quadratischen Graufiltern dieses Herstellers fotografiert und deshalb war mir schon im Vorfeld dieses Tests klar, dass auch die Schraubfilter gut abschneiden würden.

Am Test teilgenommen haben die folgenden drei Graufilter aus der Pro Nano Serie:

  • NiSi ND8 Pro Nano HUC IR Slim
  • NiSi ND64 Pro Nano HUC IR Slim
  • NiSi ND1000 Pro Nano HUC IR Slim

Kandidat 5: Rollei Deutschland

Rollei, zweifellos einer der ganz großen Namen der deutschen Fotoindustrie. Wer kennt sie nicht, die legendäre Rolleiflex? Bei diesem Kandidaten war ich besonders gespannt auf die Messergebnisse. Selbst hatte ich mit Rollei bisher keinen Berührungspunkt, aber ich wusste natürlich über die wechselhafte 100-jährige Firmengeschichte Bescheid. Im Rahmen meiner Recherche bin ich schließlich auf diesen älteren Artikel bei digitalkamera.de gestoßen. Dort steht, der Name Rollei soll heute nichts mehr mit der damaligen Hochburg der Fotoindustrie aus Braunschweig zu tun haben. Vielmehr soll der neue Inhaber der Markenrechte, die RCP-Technik GmbH & Co KG (Anm.: 2015 umfirmiert zur Rollei GmbH & Co KG) lediglich ihre OEM-Produkte mit Komponenten aus ostasiatischen Entwicklungs- und Produktionsfirmen der Digital-Imaging-Branche mit dem einst klangvollen deutschen Traditionsnamen schmücken. Das hat mich doch überrascht weshalb ich direkt bei der Pressestelle von Rollei angefragt habe. Gemäß Antwort des Produktmanagers werden die Filter nach den Vorgaben aus Deutschland in Asien gefertigt und unterliegen dabei strengen Vorgaben und Qualitätskontrollen, sowohl bei der Produktion als auch bei der Ankunft im deutschen Lager. Rollei Rundfilter gibt es seit März 2016 in Deutschland zu kaufen und sie wurden immer weiter optimiert.

Im Test das Rollei Premium ND Filter Set aus Gorilla Glas mit Aluminium Schutzdeckel bestehend aus:

  • Rollei Premium ND8
  • Rollei Premium ND64
  • Rollei Premium ND1000

Welche Eigenschaften wurden getestet?

Filter kann man bekannterweise unzähligen Tests unterziehen. Einige davon können aber das Material beschädigen (z.B. Kratz- und Falltests), für andere (wie IR Durchlässigkeit, erweiterte Auflösungstests) werden teure optische Laborgeräte benötigt. Bei meinen Tests habe ich mich an Messinstrumente gehalten, die mir zur Verfügung standen und an Methoden, die ihr zuhause auch selbst durchführen könnt. Bei den zum Test bereitstehenden Produkten interessierten mich hauptsächlich zwei Dinge: Farbtreue und Akkuranz des Verlängerungsfaktors. Denn wenn ich eines über die Jahre gelernt habe: es gibt nur ganz wenige Graufilter, die vollständig neutral abbilden und der aufgedruckte Verlängerungsfaktor scheint auch nur ein Annäherungswert zu sein; er wird so gut wie nie erreicht.

Eckdaten der Testumgebung

Die zentralen Messinstrumente stellten naheliegenderweise meine aktuelle Kamera und vorhandenes Equipment dar: eine Fujifilm GFX 50s mit Fujinon GF Objektiven in Verbindung mit einem x-Rite ColorChecker Passport. Um objektiv belastbare Ergebnisse zu erhalten, habe ich mir zudem eine Testumgebung eingerichtet, die weitestgehend frei von äußeren Einflüssen ist und in der zur Durchführung meiner Tests hinreichend konstante Lichtbedingungen herrschten.

  • Raum ohne Tageslicht
  • Leuchtmittel: Philips TL-D 90 Graphica 85W/950
  • Test Chart: x-Rite ColorChecker Passport
  • Kamera: Fujifilm GFX 50s
  • Objektiv: Fujinon GF 32-64mm @ 64 mm
  • Weißabgleich: manuell 5000K
  • Blende: f/ 5,6
  • Lichtempfindlichkeit: ISO 100

Die zweite und dritte Testumgebung

Für einige von euch werden nackte Messewerte möglicherweise zu abstrakt sein für eine konkrete Beurteilung der Ergebnisse. Deshalb habe ich neben der Messreihe im Labor auch Bilder an der frischen Luft angefertigt. Und zwar an zwei verschiedenen Tagen mit unterschiedlichem Motiv bei mehr oder weniger bedecktem Himmel. Zwei Aufnahmereihen deshalb, weil natürliches Licht im Verlaufe einer Testreihe nie ganz konstant bleibt und ich vermeiden wollte, dass durch eine einzige Lichtsituation ein Testkandidat einen Vor- oder Nachteil erfährt.  

Alle Bilder wurden mit identischem Weißabgleich (manuell 5800 Kelvin) aufgenommen und die Filter einheitlich nach ihrem nominellen Verlängerungsfaktor belichtet. Dadurch kann man neben der Farbverschiebung gleich auch eine Tendenz der Abweichung zum nominellen Verlängerungsfaktor erkennen. Diese Abweichung habe ich selbstverständlich im Labor noch genau ausgemessen und in eine Tabelle gepackt, die ihr weiter unten findet. Bevor die Vergleichsbilder in die verschiedenen Slider gepackt wurden, habe ich sie moderat entwickelt, will heißen Lichter abgesenkt und Tiefen angehoben. Farb- und Schärferegler sowie was sonst noch in Lightroom möglich wäre, blieben unangetastet. Auf diese Weise sind pro Testreihe 15 Bilder entstanden.

Ein paar Worte zur Auswertung

Die Farbverschiebung habe ich auf zwei unterschiedliche Weisen ermittelt: Einerseits für die Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) und andererseits in den beiden Achsen Gelb-Blau und Grün-Magenta (Temperatur, Tonung). Manchen mögen diese Zahlen näher liegen, weil sich Abweichungen in der RAW-Entwicklung über den Temperatur- bzw. den Tonungsregler intuitiver korrigieren lassen ohne über die Primärfarben gehen zu müssen.

Für die RGB Werte habe ich jeweils eine Referenz- und eine Filteraufnahme erstellt und in Lightroom mit der Pipette auf den ColorChecker korrigiert. Danach die Aufnahmen wiederholt, bis auf der Filteraufnahme die Farb- und Helligkeitsmessung 150/150/150 ergaben. Waren dies erfüllt, habe ich Temperatur und Tonungswerte auf das Filterbild übertragen, beide Aufnahmen in Photoshop geöffnet und dort die Abweichung auf der 18-prozentigen Graufläche mit einer flächigen Pipette (11×11 Pixel) ermittelt. Die daraus resultierende Differenz ergab im Idealfall für jeden Kanal den Neutralwert (150) oder bei einer Abweichung >150 eine Rot-, Grün- oder Blau- oder bei Werten <150 eine Cyan-, Magenta- oder Gelbabweichung.

Dagegen gestaltete sich die Messung der Farbtemperatur/Tonung vergleichsweise einfach: hier genügte in Lightroom eine Korrektur auf das 18-prozentige Graufeld des ColorCheckers. Lagen die Temperaturwerte nun unterhalb der Werte der Referenzaufnahme, zeigte dies eine entsprechend wärmere Farbverschiebung an, umgekehrt eine kühlere. Bei Tonwerten höher als bei der Referenzaufnahme lag zusätzlich eine Grünabweichung vor und umgekehrt eine Abweichung Richtung Magenta.

1. Teil: Vergleiche innerhalb der Hersteller

Messergebnisse B+W

Die B+W Graufilter verhielten sich weitgehend so, wie ich es erwartet hatte. Der 0.9er bildete vorbildlich farbneutral ab, während der 1.8er um 50 Kelvin kühlere Farben zeigte. Eine große Schwäche scheint allerdings der Big Stopper zu haben. Dessen Farbstich fällt derart markant aus, dass ich die Messung mehrfach durchführen musste, um einen Messfehler ausschließen zu können. Wie in den Vergleichsbildern gut zu sehen, verursacht der 10 Blender mit einer Farbtemperatur Differenz von satten 1200 Kelvin und einer Tonung von 8 Punkten gegenüber dem Referenzbild, was einen unschönen orange-rötlichen Farbstich ergibt. Damit fällt der Big Stopper aus Bad Kreuznach in der gesamten Testreihe völlig aus dem Rahmen.

B+W 3.0 1000x
B+W 1.8 64x
B+W 0.9 8x
Ohne Filter
B+W 3.0 1000x
B+W 1.8 64x
B+W 0.9 8x
Ohne Filter

Messergebnisse Haida

Unauffällig und wenig überraschend zeigten sich die Testergebnisse bei den Haida Rundfiltern. Beim 0.9er sind keine Abweichungen sichtbar während ich beim 1.8 den Eindruck hatte, eine etwas wärmere Farbwiedergabe wahr zu nehmen. Die Messergebnisse zeigen, dass ich richtig lag. Gemessen wurde eine Differenz von 50 Kelvin. Beim Big Stopper stimmt die Farbtemperatur dann wieder exakt, allerdings gibt es eine sichtbare Abweichung um vier Punkte Richtung Magenta.

Haida 3.0 1000x
Haida 1.8 64x
Haida 0.9 8x
Ohne Filter
Haida 3.0 1000x
Haida 1.8 64x
Haida 0.9 8x
Ohne Filter

Messergebnisse Kase

Die Rundfilter von Kase weisen, wie ich es von den Steckfiltern schon kenne, eine insgesamt sehr neutrale Farbwiedergabe auf. Beim 0.9er kann ich auf den Testbildern keinen Unterschied feststellen und auch die Messwerte der Farbtemperatur stimmen exakt überein, einzig eine minimale Tonungsdifferenz wurde gemessen. Der 1.8er bildet mit 50 Kelvin Differenz leicht wärmer ab und der Big Stopper auf demselben hohen Niveau bei einer Tonungsdifferenz von 3 Punkten zur Referenz.

Kase 3.0 1000x
Kase 1.8 64x
Kase 0.9 8x
Ohne Filter
Kase 3.0 1000x
Kase 1.8 64x
Kase 0.9 8x
Ohne Filter

Messergebnisse NiSi

Die Messwerte der NiSi Schraubfilter bewegen sich auf vergleichbarem Niveau wie jene von Haida und Kase. Beim 0.9er blieb die Farbtemperatur stabil, einzig eine minimale Abweichung in der Tonung von einem Punkt, was in den Vergleichsbildern natürlich nicht zu sehen war. Beim 1.8er kommen die Farben um 50 Kelvin kühler daher bei einer Differenz von drei Tonungspunkten. Einzig der Big Stopper bildet für mein Empfinden mit 250 Kelvin doch eine Spur zu warm ab als seine nächsten Mitstreiter. Allerdings bei einer minimaleren Tonungsdifferenz von nur einem Punkt, was die Abweichung wieder etwas relativiert.

NiSi 3.0 1000x
NiSi 1.8 64x
NiSi 0.9 8x
Ohne Filter
NiSi 3.0 1000x
NiSi 1.8 64x
NiSi 0.9 8x
Ohne Filter

Messergebnisse Rollei

Nun zum letzten der fünf Kandidaten. Meine Messungen ergaben bei allen drei Rollei Filtern eine mehr oder weniger ausgeprägte Abweichung ins Blau und Magenta, was mich doch enttäuscht hat. Beim 0.9er ist diese mit 100 Kelvin und 3 Tonungspunkten noch knapp vernachlässigbar. Aber schon beim 1.8er sank die Temperatur um beachtliche 400 Kelvin bei einer deutlichen Abweichung ins Magenta von 9 Tonungspunkten. Die Messung des 10 Blenders brachte noch markantere Werte an den Tag: der Big Stopper wich um satte 850 Kelvin von der Referenz ab, bei einer ausgeprägten Drift von 18 Tonungspunkten Richtung Magenta. Wie beim B+W 3.0 habe ich auch bei diesem Exemplar mehrmals gemessen um sicher zu gehen, dass die Werte stimmen. Labormessungen und Vergleichsbilder sprechen aber dieselbe Sprache: die kühle Verfärbung mit Hang zu Magenta ist nicht zu übersehen.

Rollei 3.0 1000x
Rollei 1.8 64x
Rollei 0.9 8x
Ohne Filter
Rollei 3.0 1000x
Rollei 1.8 64x
Rollei 0.9 8x
Ohne Filter

2. Teil: Hersteller übergreifende Vergleiche

Die bisherigen Vergleiche haben anschaulich gezeigt, wie die Filter sich innerhalb der Marke verhalten und wo welches Glas seine Stärken und Schwächen hat. Natürlich steigt mit zunehmender Verlängerung auch die Herausforderung auf Farbneutralität und einige der getesteten Kandidaten hatten damit offensichtlich etwas Mühe.

In den folgenden Slidern habe ich die Vergleichsbilder anders kombiniert. Und zwar Hersteller übergreifend dieselben Stärken zusammen. Angefangen bei den 0.9ern aufsteigend, wie oben, begleitet jeweils von den dazu gehörenden Kreisdiagrammen.  

Alle Hersteller: ND 0.9 8x

Wie bei den Kandidaten mit 8-facher Verlängerung nicht anders zu erwarten, sieht man auch zwischen den Herstellern kaum Unterschiede. Die Abweichungen sind erfreulich marginal. Allerdings macht sich ein Phänomen bemerkbar, welches ich zwar angekündigt hatte, welches aber noch nicht zur Sprache gekommen ist: der Verlängerungsfaktor. Dazu weiter unten mehr.

Rollei 0.9
NiSi 0.9
Kase 0.9
Haida 0.9
B+W 0.9
Ohne Filter
Rollei 0.9
Nisi 0.9
Kase 0.9
Haida 0.9
B+W 0.9
Ohne Filter

Alle Hersteller: ND 1.8 64x

Bei den Little Stoppern treten die Unterschiede schon deutlicher hervor. Der B+W kommt leicht kühler, bei Haida ist eine minimal wärmere Farbwiedergabe zu sehen. Kase und NiSi laufen Kopf an Kopf, dennoch habe ich den Eindruck, beim NiSi in den Wolken einen Hauch von Magenta zu erkennen. Deutlich abgeschlagen der Kandidat von Rollei mit seinem bereits erwähnten Magenta Drift und der kühlen Farbgebung.

Rollei 1.8
NiSi 1.8
Kase 1.8
Haida 1.8
B+W 1.8
Ohne Filter
Rollei 1.8
NiSi 1.8
Kase 1.8
Haida 1.8
B+W 1.8
Ohne Filter

Alle Hersteller: ND 3.0 1000x

Die sprichwörtliche Spreu vom Weizen trennt sich bei den stärksten Kandidaten im Test, den Big Stoppern mit 1000-facher Verlängerung. Während es zwischen Haida, Kase und NiSi weiterhin eng bleibt, fallen B+W und Rollei durch Gegensätzlichkeit auf. «Man müsste diese beiden Filter eigentlich aufeinander schrauben, um ein neutrales Bild zu erhalten», waren meine ersten Gedanken beim Betrachten der Vergleichsbilder. Natürlich habe ich diesen spontanen Einfall nicht in die Tat umgesetzt aber wer weiß, vielleicht hätte es ja funktioniert. Klar wird auf jeden Fall, dass bei diesen beiden Kandidaten meiner Meinung nach schon deutlich Nachbesserungsbedarf besteht.

Bei B+W Bad Kreuznach könnte man die Abweichungen noch verstehen; schließlich gibt es diesen Veteranen seit mehr als 20 Jahren und damals war es wohl nicht einfach, solche starken Filter herzustellen. Und da der Absatz dieser Exemplare über die Jahre wohl stetig zurück ging, hat man das dunkle Glas möglicherweise nicht mehr überarbeitet. Ich bin überzeugt, dass die Schneider Gruppe heute dazu spielend in der Lage wäre. Die haben schon anderes Gerät gebaut, das deutlich höheren Anforderungen standhält.

Dasselbe gilt aber nicht für Rollei: deren Big Stopper ist vergleichsweise jung und dennoch weist er eine so deutliche blaue Farbverschiebung auf, dass ich mir diesen Filter nicht freiwillig an mein Objektiv schrauben würde. Vielleicht verhält er sich anders, wenn sich die Kamera an ihn anpassen könnte, d.h., wenn ich den automatischen Weißabgleich eingestellt hätte, aber das ist eine andere Geschichte. Meiner Meinung nach sollte Rollei da nachbessern um im Rennen zu bleiben.

Rollei 3.0
NiSi 3.0
Kase 3.0
Haida 3.0
B+W 3.0
Ohne Filter
Rollei 3.0
NiSi 3.0
Kase 3.0
Haida 3.0
B+W 3.0
Ohne Filter

3. Teil: Der Verlängerungsfaktor

Neben einer akkuraten Farbdarstellung ist noch ein zweiter Wert für das Gelingen eines Bildes relevant: die Genauigkeit des Verlängerungsfaktors. Ein Verlängerungsfaktor bezeichnet den Wert, um den ein Bild länger belichtet werden muss, damit dieselbe Helligkeit erreicht wird, wie wenn ohne Filter fotografiert würde. Nun ist es so, dass dieser sogenannte nominelle Verlängerungsfaktor bei den allermeisten Graufiltern nicht mit dem tatsächlichen übereinstimmt und je stärker ein Filter abdunkelt, desto schwieriger scheint das Unterfangen. Wer also mit Hilfe einer Standard ND App, einer Belichtungstabelle oder durch Nachrechnen belichtet, der wird ein helleres oder dunkleres Ergebnis erhalten. Damit kann man in den meisten Fällen gut leben, indem das Bild in der RAW Entwicklung aufgehellt oder abgedunkelt wird. Wer allerdings hart am ETTR Limit fotografiert und dabei einen Graufilter mit einem zu geringen Verlängerungsfaktor aufsetzt, der könnte unter Umständen irreparable ausgefressene Lichter im Bild haben.

Mit einer weiteren Testreihe im Labor wollte ich diese Abweichung also quantifizieren. Dazu habe ich von jedem Filter eine in ihrer Helligkeit zur Referenz identische Aufnahme erstellt und dann die Belichtungszeiten mit meinem Photo Chart in Einklang gebracht. Das Erstellen solcher Aufnahmen ist sehr aufwändig, wenn man es denn ganz genau nehmen will und ich wollte es auf zwei Dezimalstellen genau wissen. Alle Testaufnahmen wurden übrigens mit einer Telebrennweite aufgenommen und zur Messung nur das Bildzentrum herangezogen. Dies ist wichtig, damit Helligkeitsunterschiede aus einer allfälligen Vignettierung das Ergebnis nicht verfälschen können. Das sei nur nebenbei bemerkt, falls jemand diese Werte bei seinen eigenen Filtern bestimmen möchte.

In all den Jahren, in denen ich mich schon mit Filtern beschäftige, habe ich nicht ein einziges Exemplar gesehen, dessen aufgedruckte Verlängerung tatsächlich zu 100% mit der gemessenen übereingestimmt hat. In diesem Test hat es erstmals genau ein Filter geschafft. Natürlich streben alle Hersteller danach, aber es scheint wohl doch nicht so einfach zu sein. Mittlerweile ist die Genauigkeit aber deutlich besser geworden als früher. Um diesen Blogbeitrag nicht unnötig lang werden zu lassen, verzichte ich hier auf eine visuelle Darstellung der Helligkeitsunterschiede. Jeder weiß ja, wie eine zu dunkle oder zu helle Aufnahme aussieht. Aber ich packe die Abweichungen in die unten stehende Tabelle.

Stärkste Abweichung mit +0,20 Blenden bei den 8x Graufiltern zeigte der Rollei 0.9, gefolgt vom B+W mit +0,11 Blenden. Mit dem besten Wert aller getesteten Filter punktete NiSi: Abweichung 0,00! Aber auch Haida und Kase müssen sich mit +0,06 bzw. -0,02 nicht verstecken.

Bei den Little Stoppern waren die Abweichungen ebenfalls gering. Der NiSi fiel in dieser Stärke mit -0,25 Blenden leicht ab und Rollei war mit +0,13 nur leicht besser. Den besten Wert lieferte der Kase 1.8 mit beachtenswerten -0,03.

Bei den stärksten Graufiltern waren es die beiden Kandidaten von B+W und Rollei, die sich mit deutlichen Abweichungen die hintersten Ränge teilen: Der B+W war knapp unter einer halben Blende zu dunkel, der Rollei 3.0 mit satten -0,63 Blenden Abweichung noch schlechter. Dies war nicht nur die stärkste Abweichung im gesamten Feld, sondern auch noch ein Wert, aus dem ein zu helles Bildergebnis resultiert. Ausfressende Lichter sind da vorprogrammiert, wenn man sich dessen nicht bewusst ist.

Den besten Durchschnittswert über das gesamte Kandidatenfeld lieferten die drei Graufilter von Kase. Die -0,02, -5,97 und +10,02 führten zum sagenhaft geringen Abweichungsbetrag von 0,07. Im Kontrast dazu bildeten die Werte von Rollei mit fast einer ganzen Blende einen traurigen Negativ Rekord. Auch der B+W Durchnittsbetrag, der vor allem vom 3.0er herrührte, war nicht gerade berauschend.

Wie wichtig sind die beiden Eigenschaften?

Man kann sicherlich darüber diskutieren, ob Farbverschiebung und Verlängerungsfaktor denn eine Rolle spielen bei der Kaufentscheidung. Farbstiche lassen sich meist mit einem Klick in Lightroom korrigieren, Abweichungen beim Verlängerungsfaktor können in der Entwicklung ebenfalls ausgeglichen werden. Und dennoch: Niemand packt sich eine Graukarte in seine Aufnahmen und oftmals befindet sich im Bild kein neutralgrauer Bereich, der zur Korrektur herangezogen werden könnte. Oder ein Fotograf fotografiert nicht in RAW (das soll es auch noch geben). Das sind schon gute Gründe, sich gleich für möglichst neutrale Graufilter zu entscheiden, die einem einen eigentlich unnötigen Mehraufwand in der Bearbeitung ersparen.

Beim Verlängerungsfaktor verhält es sich ähnlich: In JPG als finalem Format gehen Helligkeitskorrekturen mit enormem Qualitätsverlust einher. RAW-Fotografen können Abweichungen zwar meist problemlos regeln, allerdings muss man wie oben erwähnt gerade bei Filtern mit zu kurzen Verlängerungsfaktoren vorsichtig sein, dass einem die Lichter nicht ausfressen. Das betrifft aber vor allem Fotografen, die präzise arbeiten um den maximalen Dynamikumfang ihres Sensors auszureizen und deshalb ihre Rohdaten möglichst rechts belichten (ETTR). Das ist der Grund, warum ich mir jeden neuen Graufilter exakt ausmesse und den korrekten Verlängerungsfaktor in eine Tabelle eintrage. In diesem Blogbeitrag könnt ihr nachlesen, wie das geht. Wer es moderner haben will, kann die ermittelte Abweichung auch in seine Mobile App (z.B. ND Calc2) einpflegen.

Mein Fazit

Wenn man weiß, wo die Filter ihre Schwachstellen haben, dann kann man grundsätzlich mit allen Filtern fotografieren. Ich persönlich mag es aber, wenn ich nicht schon beim Fotografieren alle möglichen Korrekturszenarien im Kopf haben muss. Deshalb würde ich erst einmal alle Filtermarken empfehlen, welche in den Tests nicht negativ in Erscheinung getreten sind. Eher abraten würde ich, Graufilter verschiedener Hersteller zu mischen, denn damit bekommt man die unterschiedliche Charakteristik jedes Herstellers in sein Portfolio, also beispielsweise etwas grün von Hersteller A, dann einen kühleren Ton von Hersteller B und einen Magentastich von Hersteller C, je nachdem welcher Graufilter eingesetzt wurde.

Da ich bereits verschiedene Steckfilter von Kase nutze und überaus zufrieden bin, würde ich natürlich bei Kase bleiben wollen. Nicht nur wegen der hervorragenden Farbkonsistenz, der Bruchsicherheit (Wolverine Serie) und dauerhaften Vergütung, die mich auch nach Jahren nie im Stich gelassen hat. Brauchbare Farbkonsistenz und eine gute Vergütung gibt es aber auch bei anderen Herstellern, das will ich nicht verschweigen.

Das getestete Kase Rundfilter Set verfügt jedoch über ein tolles Alleinstellungsmerkmal, das Key Feature schlechthin, den magnetischen Adapterring, auf den man Rundfilter auflegen kann. Dieses System ist genial aus zwei Gründen: ein Filterwechsel dauert nicht einmal eine Sekunde. Die Schrauberei mit Filtern anderer Hersteller kostet aber nicht nur Zeit und Nerven, sondern beim Drehen besteht bei jedem Ende des Abschraubens die Gefahr, dass der Filter zu Boden fällt. In den Tests musste ich bei den anderen Kandidaten immer mit einer Hand den Filter vor dem Fall schützen und mit der anderen drehen. Dabei habe ich auch immer wieder ungewollt aufs Glas gefasst, obwohl ich vorsichtig vorging. Ich möchte mir dies nicht unter erschwerten Bedingungen vorstellen, wie an einem Wasserfall im Regen oder im epischen Licht auf Island, wo man schlicht keine Muse hat, sich mit der Technik zu beschäftigen. Beim magnetischen System braucht es nur einen kurzen Griff mit drei Fingern – fertig. Und als wäre das nicht schon weit genug gedacht, liegt dem Set gleich auch noch ein magnetischer Deckel bei. Damit kann der Adapterring am Objektiv verbleiben. Einfacher geht nicht. Zum aktuellen Set von Kase gibt es noch einen magnetischen Polfilter und eine kompakte Tasche aus Kunstleder mit edlem Magnetverschluss, um alles sicher unterzubringen. Die Tasche selbst ist äußerst hochwertig mit angenehmer Haptik und so geräumig konzipiert, dass alle vier Filter und im Bedarfsfall auch mehrere Adapterringe bequem darin Platz finden. Hier geht es zu den magnetischen Rundfilter Kits.

Rechtlicher Hinweis

Bei den für diesen Blogbeitrag erstellten Bildern und ermittelten Messdaten handelt es sich um Erzeugnisse/Werte, die an die beteiligten Testprodukte, -geräte und -umgebungen gebunden sind. Es ist möglich, dass andere Messungen gleichartiger Produkte zu etwas anderen Werten und somit zu anderen Schlussfolgerungen führen können.

Ich bin Markenbotschafter* von Kase Deutschland, was mich aber nicht davon abhält, unabhängige Tests durchzuführen. Sämtliches Testmaterial habe ich im regulären Onlinehandel bezogen um eine allfällige Beeinflussung der Ergebnisse durch selektiertes Material auszuschließen. Bei allen Aufnahmen und Messungen bin ich einheitlich und mit der gebotenen Sorgfalt vorgegangen. Dennoch ist dieser Blogbeitrag natürlich nicht frei von meiner persönlichen Meinung, meinen Erfahrungen und Einschätzungen.

(*Bei Interesse kann ich euch auf Anfrage gerne einen 10% Rabattcode zukommen lassen)

17 Kommentare zu “Rundfilter gefällig?”

  1. Hallo Manfred. Ich durfte ja im Vorfeld schon einige Blicke in deine Ergebnisse werfen. Aber der finale Test hat alle Erwartungen übertroffen. Hut ab vor der Mühe und der Zeit die du hier investiert hast. Denke es gibt keinen ausführlicheren Test auf dem Markt. Er wird sicherlich vielen Fotografen dabei helfen, die richtige Wahl beim Neukauf von Filtern zu treffen. Viele Grüße. Robert Freytag

    • Hallo Robert, ich wollte während des Verfassens eine Fachmeinung einholen. Schließlich diente Dein Vergleichstest der Steckfilter als wertvolle Orientierungshilfe für meine Arbeit. Ich kenne nur drei aktuelle Filtervergleiche, Deinen auf http://www.silent-minute.de, den bei Landscape On und jetzt meinen Rundfilter Test. Das ist schon eine schöne Sammlung für alle, die ein- oder umsteigen wollen.

      Schöne Grüße und vielen Dank für Deinen Kommentar!
      Manfred

  2. Lieber Manfred,

    sagenhaft – was Du hier für einen hohen Aufwand betrieben und welche Präzision Du an den Tag gelegt hast, um diesen so ausführlichen Artikel zum aktuellen Rundfilter-Marktsegment für die fotografierende Gemeinschaft zu verfassen. Ganz zu schweigen von den sicher nicht unerheblichen Anschaffungskosten. Ich habe selten eine so enorme Akribie beim Lesen eines Online-Artikels gespürt wie hier. Dank Deiner anschaulichen Charts und der übersichtlichen Slider-Darstellung aller Testbilder kann der geneigte Leser sich in der Tat sehr schnell einen allgemeinen Überblick verschaffen. Vielen Dank dafür!

    Beste Grüße,
    Dirk

    • Hallo Dirk,

      herzlichen Dank für Dein freundliches Feedback! Ich wollte ja schon länger einen Filtertest bringen und mit dem Rundfilter Set von Kase war die Zeit gekommen, ein paar Vergleiche anzustellen. Nicht zuletzt auch wegen der verwirrenden Beratungen, die ohne Grundlage in die Welt gesetzt werden und nur verwirren anstatt zu helfen. Du kennst ja meine Grundsätze: ich mache es richtig oder lass es gleich bleiben.

      PS: Herzlichen Dank für Deine technische Unterstützung bei der Erstellung. Mit den Slidern wirkt das Ganze deutlich ansehnlicher. Hast was gut

      Schöne Grüße
      Manfred

  3. Hallo Manfred,
    Hut ab und Danke für diesen sehr ausführlichen und nachvollziehbaren Vergleich. Ich möchte nicht wissen, wieviel Zeit Du dafür investiert hast aber das Ergebnis ist für viele Fotografen sehr hilfreich. Schade finde, das es B&W nicht hinbekommt, seine Filter uptodate zu halten.

    Liebe Grüße Frank

    • Hallo Frank,

      ich habe die Stunden nicht gezählt, aber es waren doch sehr viele bis ich das Ergebnis des Tests so aufbereitet hatte, dass man es einigermaßen übersichtlich lesen kann. Aber jetzt steht das Werk und ich habe viel gelernt für einen nächsten Test (vielleicht von Steckfiltern oder Polfiltern).

      Schöne Grüße und DANKE!
      Manfred

  4. Lieber Manfred, herzlichen Dank für diesen ausführlichen Test. Für mich als eher intuitiven Fotografen, ist eine Empfehlung der ich vertrauen kann, immer sehr wichtig. Es wird vielen Fotobegeisterten ähnlich gehen, man hat weder Zeit noch Lust oder ist bereit viel Geld zu verbrennen, um die vollmundig formulierten Werbeversprechen der Hersteller zu überprüfen. Ich bin froh, dass du dir diese Mühe gemacht hast, Fakten zusammengetragen und aufwändig verglichen hast.
    Ich wünsche allzeit gutes Licht und Zeit, deine fotografischen Ziele in die Tat umzusetzen.

    • Lieber Michael, vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche Einschätzung. Ich fand es auch wichtiger, handfeste Daten zu liefern als wie viele andere einfach etwas ins Blaue zu versprechen. Ich denke das ist mir mit dem Test auch gelungen. Auch wenn viele an Ihren Bildern noch größere farbliche Eingriffe vornehmen, so ist es immer besser mit neutralen Ergebnissen zu starten. Bleib gesund und fotografisch neugierig!

      Liebe Grüße
      Manfred

  5. Hallo Manfred,
    Herzlichen Dank für den fundierten Test, sehr anschaulich und aufschlussreich. Ich selber habe jahrelang mit den Steckfiltern von Nisi und Haida gearbeitet und bin nun diesen Sommer auf die Magnetfilter von Kase umgestiegen, dies vor allem wegen der Volumeneinsparung im Rucksack. Mit den Dynamikumfang der EOS R5 reicht da in den meisten Situationen auch der erhältliche 0.9 soft Verlaufsfilter.
    Was mit beim Kase Magnetsystem fehlt sind CPL+ND Filter, da war ich beim Haida M10 System schon etwas verwöhnt. Wenn man beim Kase-System mehrere Filter kombiniert, ist das wechseln eines einzelnen Filters schon ein „Gefummel“.
    Gruss, Andi

    • Hallo Andi,

      ich danke Dir für Deinen Kommentar! Die Volumeneinsparung mit Rundfiltern ist immens. Kombinierte ND/Polfilter werden demnächst ins Sortiment aufgenommen. Ein Exemplar eines 0,9 ND/Pol wurde erst kürzlich von Robert Freytag am Wasserfall getestet. Ich glaube, der ist echt gut geworden. Wenn Du magst, kann ich Dich auf dem Laufenden halten, wenn er im Kase Shop erhältlich ist.

      Schöne Grüße
      Manfred

    • Hallo Andi. Wie Manfred schon erwähnt hat, konnte ich den Prototypen ausgiebig testen. Mein Eindruck ist sehr positiv. Farbneutral und auch der Verlängerungsfaktor ist korrekt. Der Filter wird noch in 2020 verfügbar sein.

  6. Hallo Manfred,
    Ein unglaublich aufwendiger Test was du hier gemacht hast, aber unglaublich Detailreich und sehr gut alle wichtigen Werte und Daten ermittelt, ich bin froh das meine Haida tatsächlich diese Farbtreue haben mit der sie werben, Dein Test beruhigt mich, ich hätte aber nie gedacht das B+W so abstinkt, schön gezeigt!
    Respekt vor dieser Arbeit, die sich gelohnt hat, jetzt gibt es einen fundierten Test mehr auf dem Markt!
    Gruß Tom

    • Hallo Thomas, vielen Dank für die Anerkennung! Es stimmt, einen Test von diesem Format zu fotografieren und in einem geeigneten Format zu publizieren ist ein Riesenaufwand gewesen. Ich war auch überrascht über das Abschneiden des B+W Big Stoppers. Aber auch von Rollei hätte ich mehr erwartet. Na gut, solche Tests sind dafür da, den Filtermarkt etwas zu sortieren und neu aufzustellen.

      Viele Grüße, Manfred

  7. Hallo Manfred,

    Meiner Meinung nach einer anschaulichsten Filtertests die es nicht nur dem Einsteiger auf wunderbare Weise ermöglichet die Spreu vom Weizen zu trennen und die richtige Wahl beim Kauf ihres Filterequipments treffen. „Danke“

    • Vielen Dank lieber Michael!

      Ich wollte in Zeiten, wo die Werbung das Blaue vom Himmel verspricht und sich Fotograf angesichts der großen Auswahl schlicht keine umfassendes Bild machen kann, etwas Gegensteuer geben. Es freut mich, dass das wertgeschätzt wird.

      Schöne Grüße, Manfred

  8. Hallo Manfred
    Vielen herzlichen Dank für deinen ausführlichen Testbericht. Das Thema mit den ND-Filtern ist ein schwieriges, aber du hast es mit deinen Worten, Beispielbildern und Grafiken klar und einfach auf den Punkt gebracht. Grosse klasse! Der Aufwand dafür war bestimmt immens?! Der Bericht wird sicherlich einigen Fotografen bei ihrer Kaufentscheidung zu helfen.
    Ich selber nutze Steckfilter von Nisi und bin tendenziell auch sehr zufrieden mit ihnen. Ich habe jedoch die Magnet-Filter von Kase auch schon gesehen, nur noch nicht mit ihnen fotografieren können. Ich finde das System sehr sympathisch. Das „Gefummel“ mit den Nisi-Steckfiltern ist manchmal schon etwas nervig.

    • Hallo Oliver,

      Gerne! Ja, der Aufwand war nicht ohne, aber wenn er hilft, eine richtige Kaufentscheidung herbeizuführen, dann war es das auf jeden Fall wert. Man hat ja selbst auch mal an dem Punkt gestanden, wo man in die Filterfotografie einsteigen wollte und war froh um ein paar verlässliche Infos. Ich denke, Rundfilter können Steckfilter nicht ersetzen, aber sie bilden eine sinnvolle Ergänzung, wenn es mal leichter sein muss. Das magnetische System ist wirklich toll. Wenn man mal damit gearbeitet hat, möchte man nicht mehr anders.

      Schöne Grüße, Manfred

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